Heute, 22.9. Melara Mvogdobo »Großmütter« in der NZZ: »Zwei Grossmütter wetzen die Messer« …

Melara Mvogdobo ist mit ihrem Roman «Grossmütter» für den Schweizer Buchpreis nominiert worden. Sie erzählt die Geschichte zweier Frauen, denen die ungeschriebenen Gesetze ihrer Gesellschaft und ihrer Zeit nur eine Rolle zugedacht hatten: stumme Dienerinnen ihrer Ehemänner zu sein. Mit grossem Geschick verknüpft Mvogdobo die beiden Erzählstränge, indem sie abwechselnd die beiden Frauen in inneren Monologen zu Wort kommen lässt und aus diesen Episoden ihre Lebensgeschichten entwickelt. Ihre Odyssee des Leidens verläuft spiegelbildlich. Mögen auch Welten zwischen ihnen liegen, sie sind Schwestern im Unglück. … Melara Mvogdobo schreibt sehr drastisch, aber auch mit Witz. … Beiden Frauen gelingt es nicht, dieses Verhängnis von Gewalt und Unterwerfung zu durchbrechen. Erst die Generation der Enkelinnen ermöglicht ihnen den Ausbruch, es klingt, als wär’s ein Märchen. Zum Buch