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Emma

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Barbal, Maria

160 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag

Aus dem Katalanischen von Heike Nottebaum 

Artikelnummer: 978-3-88747-240-5

Von Maria Barbal sind erhältlich »Inneres Land« und »Càmfora«

Categories: Belletristik, Raritäten, Roman

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Beschreibung

Eine Frau, die mehr will, als ihr Familie und Gesellschaft erlauben, eine Frau, die für Liebe und Würde alles aufgibt und alles riskiert.

»Emma« ist die Geschichte einer modernen, jungen Frau in Barcelona, die auf extreme Weise aus ihrem bisherigen Leben mit Mann, Tochter, Job und geregelten Verhältnissen ausbricht. Dieses neue Leben, das ihr altes völlig auf den Kopf stellt, ist eine Flucht aus Enttäuschungen, Routine und Angepasstheit und gleichzeitig ein gefährlicher Sprung in radikale Unabhängigkeit.

»Die Schönheit von Maria Barbals Sprache liegt in ihrer Sorgfalt;
egal, ob die Keramiktöpfe auf der Terrasse beschrieben sind oder
die wie poliert glänzenden Hände der Großmutter …«
Bernadette Conrad, Die Zeit

 

Pressestimmen

Blog Ein Buch kommt selten allein
»
Bisher habe ich bei knapp 50 Rezensionen noch keinen Einstieg gefunden, der einen so sehr aus dem Alltag zieht wie dieser hier. Ich habe noch keine Story gelesen, die so derartig tiefgründig und zugleich auch so schön mitfühlend ist wie diese hier. Das Cover, der Titel und der Inhalt sind so perfekt aufeinander abgestimmt, dass ich diesem Buch nur 5 von 5 Sternen geben kann! Es ist mehr als empfehlenswert!
11.2017

Süddeutsche Zeitung Merthen Wortmann
»Barbals weibliche Erzählerinnen versuchen stets, das eigene Dasein und dessen Woher zu erklären, auch sich selbst gegenüber, und sie tun dies mit jenen sprachlichen Mitteln, die ihnen der eigenen Herkunft nach zur Verfügung stehen. In dieser stilistischen Anverwandlung hat die Autorin eine bemerkenswerte Souveränität erreicht. Dabei hilft sicher, dass es Barbal wenig ausmacht, auch einmal gefühlig oder punktuell sentenziös zu werden. Im Zweifelsfall gibt die Figur den Ton vor und nicht die literarische Etikette. Die Schlichtheit mancher Passagen markiert jedoch nicht Barbals Horizont, sondern den der jeweiligen Erzählerin. Bisher warf jede dieser Erzählerinnen ein Schlaglicht auf die Mentalität ihrer Epoche. […] Barbal gelingt zwar kein gänzlich neues Spiel, aber es ist doch beeindruckend, wie elegant sie ihre Bausteine auf dem selbstgezogenen Spielfeld anordnet und verschiebt, wie sie verschiedene Motive über die Zeit moduliert, wie kühn und schwerelos der Text mitunter Erzählebenen und -töne wechselt. Dies stilistische Können, das die Geschichte nicht nur mit Feingefühl, sondern auch mit Suspense auflädt, wirkt nie wie Schönschreiberei oder Pose. Es scheint direkt der Aufmerksamkeit für das Beben und Zittern einer Seele im Ausnahmezustand zu entspringen. Der virtuose Ausdruck dieser Aufmerksamkeit hebt Emma weit hinaus über jenen Typ von Frauenmitleidsliteratur, zu dem man diesen Stoff auch hätte hinunterschreiben können.«

Deutschlandradio Kultur Gregor Ziolkowski
»Maria Barbal verhandelt ihr geradezu klassisches Thema – trotz einiger Schwachstellen in der Erzählkonstruktion – mit großer Souveränität. Die psychologische Durchdringung ihrer Hauptfigur und die gewohnt klare und eindringliche Sprache verbinden sich zu einem großartigen Roman.«

Badische Zeitung
»Maria Barbal ist in den Pyrenäen geboren und feierte als katalanische Autorin von Wie ein Stein im Geröll und Inneres Land große Erfolge. Diese Bücher handeln vom Spanischen Bürgerkrieg. Als Vertreterin der Nachkriegsgeneration befasste sie sich erstmals mit dem nicht verarbeiteten Trauma des Krieges und den langen Jahren der Diktatur. Ihr zweites Buch war aus der Sicht der Enkelin geschrieben. Mit Emma ist Barbal nun in der Gegenwart angekommen und beleuchtet eine Mutter-Tochter-Beziehung.«
12.6.2010
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Stuttgarter Zeitung Cornelia Staudacher
»Beobachtungen und Reflexionen, Erinnerungen und Träume werden in diesem patchworkartig komponierten Roman plausibel miteinander verflochten. Sein direkter, eher melancholischer als selbstironischer Sprachduktus und die Offenheit, mit der die Ich-Erzählerin über ihre Gefühle spricht, erzeugen einen Sog, dem man sich, je weiter man liest, nicht entziehen kann. Während man noch über die Naivität und Realitätsferne der Protagonistin sinniert, identifiziert man sich schon mit ihr und hofft, dass sie aus ihrer misslichen Lage herausfindet. Den sich aufdrängenden Vergleich mit der Geschichte ihrer berühmten französischen Namensvetterin braucht Emma, zumindest in einer Hinsicht, nicht zu scheuen: Authentizität, Suspense und seine sprachliche Kunstfertigkeit machen Maria Barbals Roman zu einem kleinen Meisterwerk.«

Gießener Allgemeine, Alsfelder Allgemeine, Wetterauer Zeitung Marion Schwarzmann
»Ein Happy End schenkt uns die Autorin allerdings nicht – dafür aber wiederum eine zauberhafte Geschichte einer von der Welt Entrückten, die das gnadenlose Leben auf der Straße ebenso zu spüren bekommt wie das hartherzige Gebaren ihrer kleinen Familie, die sie als Ausgestoßene abkanzelt. Eine faszinierende Lektüre über Glück und Unglück, die so nah beieinanderliegen.«